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Wer war Theo Burauen?


burauen finger

Theo Burauen lebte vom 19. Oktober 1906 bis 28. Oktober 1987 in Köln. Er war vom 9. November 1956 bis 17. Dezember 1973 Oberbürgermeister der Stadt Köln.

Theo Burauen wurde mit 20 Jahren Mitglied in der Kölner-SPD. Nach einer Lehre zum Kaufmann arbeitete er ab 1928 bis zum Verbot der SPD im Jahr 1933 als Buchhalter und ab 1932 als Vertriebsleiter bei der Rheinischen Zeitung. In der Zeit des Nationalsozialismus lebte Theo Burauen nach dreijähriger Arbeitslosigkeit von Gelegenheitsarbeiten, u.a. in der Markthalle in Köln und als Bauchladenverkäufer im Vereinslokal "Wolkenburg" des Kölner Männergesangsvereins. Zeitweise war er Vertreter für Versicherungen und Zeitungshändler auf den Rheinschiffen bis er 1936 als Geschäftsführer in einem Betrieb zur Herstellung von Steuerungselementen für Druckmaschinen unterkam.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, den er ab 1940 als Funker vorwiegend auf dem Balkan überstanden hatte, zog Theo Burauen 1946 erstmals in den Kölner Stadtrat ein, dem er insgesamt 27 Jahre angehörte.
Als die SPD 1956 mit 46 % die Kommunalwahlen gewann, wählte der Stadtrat Theo Burauen zum Oberbürgermeister der Stadt Köln. Von diesem Amt trat er 17 Jahre später im Jahr 1973 zurück. Der Rat hatte am 20. Dezember 1973 beschlossen, ihn zum Ehrenbürger der Stadt Köln zu ernennen; die Verleihung dieser Ehrenbürgerschaft fand am 17. Januar 1974 statt.

Auf Initiative Burauens gründeten 1977 etwa 80 Personen aller Parteien eine Tischrunde ehemaliger Mitglieder des Rates der Stadt Köln. Diese gab 1986 zu Burauens achzigsten Geburtstag eine Festschrift mit Ansprachen des ehemaligen Oberbürgermeisters heraus.

1987 starb Theo Burauen in Köln und wurde auf dem Melaten-Friedhof in Köln beerdigt. In den Jahren vor seinem Tod war er durch die Spätfolgen einer Beinverletzung, die er sich beim Absturz eines Flugzeuges zugezogen hatte, an den Rollstuhl gefesselt gewesen.

Theo Burauen gilt vielen als der populärste und volksnaheste Kölner Bürgermeister, der im Rat immer auf überparteiliche Zusammenarbeit gesetzt hatte.
In seine Amtszeit fielen u.a. der Wiederaufbau des Rathauses, der Neubau des Opernhauses, des Wallraf-Richartz-Museums und der Sporthochschule. Außerdem wurden die Severins- und Zoobrücke als neue Rheinübergänge errichtet. Eng verbunden mit dem Namen Burauen ist auch der Ausbau der Kölner Messe bzw. der Wiederaufbau des Kölner Zoos. Theo Burauen war dem Kölner Zoo sehr eng verbunden. Zum 100-jährigen Zoojubiläum 1960 setzte er die Erweiterung des Zoogeländes von 10 auf 20 ha durch. Das war sicher die wesentlichste Entscheidung für die Entwicklung des Zoologischen Gartens Köln. Ein Zoo-Projekt nach dem anderen wurden realisiert: von der Fasanerie (1961) über den neuen Haupteingang mit Verwaltungsgebäude (1962), den Wirtschaftshof (1963), die Zooschule und die Freianlagen für Großkatzen (1964), die Gehege für Kleinsäuger (1965), Giraffen (1966) und Bären (1969) bis zum Aquarium mit Terrarium und Insektarium (1971) und dem Lemurenhaus (1973)

In Köln hatte der Politiker den Spitznamen Döres. Das AWO-Seniorenzentrum, das Theo-Burauen-Haus, der Theo-Burauen-Platz sowie unsere Schule sind nach ihm benannt.